Debatten über Risikothemen sind oft geprägt von mehr oder weniger großen Unsicherheiten und Wissenslücken, sich widersprechenden ExpertInnenaussagen, eindimensionaler Darstellung, spezifischen Interessen und Emotionalisierung.
Dialog führt unterschiedliches Wissen, Sichtweisen, Fragestellungen und Bedürfnisse von Interessensgruppen und der Zivilgesellschaft zusammen und macht gemeinsame, aber auch kontroversielle Standpunkte sichtbar, besprechbar und damit konstruktiv nutzbar.
Je nach Ausrichtung des Dialogs - vom Informationsaustausch, über die Entwicklung und Bewertung von unterschiedlichen Handlungsoptionen bis hin zu konkreten Empfehlungen -, vorhandenem Konfliktpotenzial und der Anzahl der DialogpartnerInnen werden die Dialogformate sorgfältig ausgewählt.
Dialoge unterstützen die aktive Risikokommunikation von Politik, Verwaltung und Unternehmen: sie fördern die Qualität der Beziehungen zwischen allen Beteiligten und ermöglichen, an den spezifischen Fragestellungen anzuknüpfen.
Dialoge leisten einen Beitrag zu vorsorgendem Risikomanagement, einer offenen Wissenskultur und Risikokultur.